Grüner Neujahrsempfang 2015

Neujahrsempfang-der-Gruenen-kFPD-656x240-DERWESTENDie Grünen im Kreis Kleve wollen einen eigenen Kandidaten für das Amt des Landrates
aufstellen.Dies kündigte gestern Kreis-Sprecher Bruno Jöbkes im Gespräch mit der NRZ
an. „Wir sind gerade dabei Gespräche zu führen, um eine geeignete Person zu finden. Es
sieht aber so aus, dass wir mit einem eigenen Kandidaten in das Rennen gehen werden“,
sagte Jöbkes. Vorstandskollegin Birgitt Höhn betonte, dass die Parteibasis das letzte Wort
haben werde. Weder der Vorstand noch die Fraktion wollen eine Vorgabe machen: „Wir
möchten nicht so ein Desaster wie die CDU erleben“, sagte Höhn.
Mehr Politik für den Bürger
Die Chancen auf einen Wechsel im Landratsamt seien nicht schlecht, so Jöbkes und
Höhn. Im Wahlkampf werde man jene Punkte aufgreifen, die dringend verbessert
werden müssten. Vor allem die sozialen Themen blieben zu oft auf der Strecke, betont
Jöbkes. Die Themen Inklusion, Asylbewerber und Integrationshelfer müssten aktiver vom
Kreis bearbeitet werden. Jöbkes habe das Gefühl, dass die Kreisverwaltung die
gesetzlichen Vorgaben zu streng auslege und nicht den Ermessungsspielraum nutze, den
es zweifelsfrei bei vielen Angelegenheiten gebe. Die Kreisverwandlung handele nicht
immer im Sinne einer bürgernahen Lösung, sagte Jöbkes im Gespräch mit der NRZ.
Gefahren für die Landwirtschaft
Im Wahlkampf werde auch das Thema „Landwirtschaft“ wichtig sein. Das jüngste
NRZ-Interview mit Kreisbauer Josef Peters zur Abschaffung der Milchquote habe gezeigt,
so Jöbkes, welche Gefahren für die ländliche Entwicklung drohen, wenn am Ende des
Wettbewerbes nur noch die großen Landwirte übrig bleiben: „Josef Peters macht es sich
zu einfach, wenn er nur auf die Wirkung des Marktes verweist. Er besitzt einen zu
unkritischen Blick auf den Erhalt der kleinen, bäuerlichen Betriebe“, so Jöbkes.
Sprecherkollegin Birgitt Höhn wünscht sich für das kommende Jahr mehr Respekt im
politischen Umgang zwischen den Parteien: „Wenn wir Politiker informell zusammen
stehen, dann merken wir, dass wir ähnliche Positionen haben, ja sogar einer Meinung
sind. Wenn ich mir aber das Abstimmungsverhalten ansehe, muss ich mich oft genug
wundern. Natürlich ist Politik ein Machtspiel und klappern gehört zum Handwerk. Aber
ich wünsche mir von allen Parteien, dass man die guten Ideen der jeweils anderen Partei
auch mitträgt. Machtdemonstrationen bringen weder uns etwas, noch den Bürger weiter.Text und Foto von Andreas Gebbing, NRZ Kleve, 12.01.2015

Quelle
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/gruene-wollen-eigenenkandidaten-
id10222977.html

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