Auch in Kleve gestartet: Kunst gegen Fracking

“Die Förderung von Schiefergas ist schmutzig und riskant. Das Vorgehen zur neuerlichen Energiegewinnung unverantwortlich!”, warnt auch der Klever Ortsverband der Grünen. Was ihn, sowie zahlreiche Mitglieder zwischen Aachen und Emmerich umtreibt, sind die Pläne des niederländischen Wirtschaftsministeriums in Den Haag.
‚Hier ist kein Platz für Fracking‘ demonstrieren nun auch vier gelbe Stühle zwischen Bimmener Deich und Niel.

Minister Henk Kamp wird Anfang Dezember darüber entscheiden, ob unter anderem im Gebiet entlang der deutsch-niederländischen Grenze so genanntes ‚Fracking‘ zugelassen wird.

Dagegen kann man Unterschriften sammeln”, sagt Julia Beykirch von den Grünen in Kleve. “Aber man kann mehr tun! Wir wollen Bürgern und Bürgerinnen und besonders der niederländischen Regierung sichtbare Signale setzen”. Ein gemeinsames und aktives NEIN zu den Plänen ist entstanden. ‚Geen plaats voor fraccen‘ heißt die auffällige Kunstaktion entlang der Grenze, bei der 100 gelben Stühle ihren Weg Richtung Den Haag antreten. “Wer einen Stuhl findet wird aufgefordert ihn ein Stück mit zu nehmen”, lautet die Devise. Auch in Kleve stehen seit Anfang dieser Woche vier von ihnen und warten auf Unterstützer. “Zwei sind bereits angekommen”, freut sich Frau Beykirch. Ihre Wege lassen sich verfolgen. Unter www.fraccen.eu kann jeder der einen der Stühle trägt, markieren wo dieser sich befindet. Das macht Spaß und regt zum Nachdenken an.

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