Jetzt Grünes Mitglied werden
Der Grüne Shop: T-Shirts, Pullis, Taschen
Atomausstieg einfachen selber machen

Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt

 

Radfahren in Kleve


Bündnis 90/Die Grünen haben es geschafft: endlich wird in Kleve ein Radverkehrskonzept erstellt! Erster Schritt zur „Fahrradfreundlichen Stadt“


Wir Grünen haben immer wieder auf die Wichtigkeit eines sicheren und umfassenden Radwegesystems in Kleve hingewiesen. Entsprechende Anträge wurden einstimmig angenommen aber zunächst nur halbherzig umgesetzt. Mehrmalige Interventionen unsererseits haben nun endlich zum Erfolg geführt: zur Zeit wird im städtischen Auf-trag ein umfassendes Konzept zum Radverkehr erarbeitet, an dem wir tatkräftig mit-arbeiten. Bei einer ersten Veranstaltung konnten gemeinsam wichtige Ergebnisse festgehalten werden:

- Erste Priorität hat die Sicherstellung gefahrloser Schulwege -
  Merowingerstraße und vor allem Römerstraße wurden dabei als so
  problematisch erkannt, dass hier der dringendste Handlungsbedarf besteht.

- Zweite Priorität hat die Mobilität für den radfahrenden Bürger: sichere und
  schnelle Radwege bei geringst möglicher Benachteiligung gegenüber 
  Autofahrern.

- Ganz wichtig ist uns Grünen die Schaffung von Radbahnen: Unabhängig von     den Autostraßen soll der Radfahrer schnell quer durch die Stadt in andere  
  Ortsteile ge-langen können. Eine erste Radbahn wurde auf Antrag der Grünen
  schon verwirklicht: So lässt sich die Unterstadt über die Birnenallee in den
  Galleien schnell mit dem Sternbusch verbinden. Ein anderes Beispiel: Von der
  Wasserburgallee am Forstgar-ten sollte der Weg in die Innenstadt über eine
  Radbahn entlang der Bahngleise schnell und sicher verlaufen.

Das mit dem Radwegekonzept beauftragte Büro AB Stadtverkehr kann solche Möglichkeiten am besten mit der Ortskenntnis der Klever Radfahrer erarbeiten. Daher wird es wenige Tage nach der Kommunalwahl eine Bürgerveranstaltung geben, bei der jeder Ideen einbringen und auf Schwachstellen hinweisen kann.

- Es fehlen sichere Verbindungen von der Ober- in die Unterstadt (oder
  umgekehrt), was dazu führt, dass viele Radfahrer die Fußgängerzone
  benutzen.

- Fahrradstraßen sind denkbar, hier muss sich der Autoverkehr den Radfahrern
  anpassen.

Weitere Punkte des Radverkehrskonzeptes betreffen  auch praktische Lösungen wie z.B. bewachte Fahrradparkplätze, Fahrradgaragen, Gepäckaufbewahrung, Servicestellen, Radvermietung etc.

Langfristig muss auch ein attraktiveres Wegenetz für Radtouristen entstehen, wobei sich der Blick über die Grenze lohnt. Die touristischen Radwege in den Niederlanden liegen abseits der Autostraßen, bieten Fahrten durch die Natur mit kreativen Lösungen: Hier darf man auch mal über das Grundstück eines Bauern fahren. Übrigens: Unsere Kollegen im Rat der Stadt Nijmegen haben es geschafft, dass bei Glatteis zuerst die Radwege und danach die Autostraßen geräumt werden.

In der kommenden Legislaturperiode werden wir uns dafür einsetzen, dass das neue Radverkehrskonzept auch konkret umgesetzt wird.



Verkehrsplanung in Kleve

Statement zur Kommunalwahl 2004

Probleme

  1. Kleve hat sich entlang einer Achse entwickelt, die mit dem Verlauf der Großen Straße von Kellen bis Materborn führt. Verkehrsstatistiken belegen das ein-deutig an Hand von Verkehrsstrommessungen. Auch der Klever Einzelhandel hat sich so entwickelt, was die Staus auf den Umgehungen (Gruft, Klever Ring) jeden Tag bezeugen. Durch die Minoritenplatzbebauung und die Abkopplung ganzer Stadtabschnitte vom Verkehrsstrom droht die interessante Vielfalt des Klever Einzelhandels von Kellen bis Materborn verloren zu gehen.
  2. Durch zu große Transporteinheiten mit zu niedriger Taktfrequenz in der Innenstadt stößt der öffentliche Nahverkehr z.Zt. in Kleve auf wenig Akzeptanz.
  3. Da die Anbindung ländlicher Gemeinden z.Zt. noch bundesweit im ÖPNV schwierig ist, sind deren Bewohner noch immer auf den PKW angewiesen, wenn sie in die Stadt wollen. Durch Verkehrssperrungen sind sie als erste betroffen.
  4. Die Planung der Radwege in Kleve ist z.Zt. noch sehr unvollkommen und bewirkt teilweise eine Entstehung neuer Gefahrenschwerpunkte. Wenn Verbesserungen versucht werden, wählt die Stadt im Moment sehr kostenintensive Varianten.
  5. Die Stadt schiebt das Problem Ortsumgehung Kellen seit Jahren vor sich her.

Lösungen

  1. Die Grünen fordern als Ergänzung zum Stadtbussystem eine Citylinie von Kellen (Höhe Famila) bis Materborn (Dorfstraße). Dieses System sollte betrie-ben werden mit z.B. Niederflurbussen mit ca. 13 Sitz- und 10 Stehplätzen mit Gasantrieb oder ggf. elektrischem Radnabenantrieb oder Wasserstoffbrenn-stoffzellen (z.Zt. in der Erprobung). Die Taktfrequenz sollte mindestens bei 15 min., besser bei 10 min. liegen. Die Anbindung an das Umfeld sollte über ein Park- and- Ride – System mit Parkplätzen und Radständern an den Eck-punkten und einigen Stellen im Verlauf der Linie erfolgen. Die Tarife sollten niedrig sein (evtl Nulltarif wie in Steyr oder Leyden), ggf. könnte man mit dem Einzelhandel über eine Fahrpreisrückerstattung bei Einkauf einig werden. Be-treiber könnte ein städtisches Unternehmen sein, in das die NIAG, ggf. auch örtliche Busunternehmer, eingebunden wären. Diese Linie würde den tatsächli-chen Verkehrsströmen in Kleve gerecht und ermöglicht eine Anbindung an-stelle einer Abkopplung des Einzelhandels in Kellen , an der Hoffmannallee und in Materborn.
  2. Bei der Konzeption des Klever Radwegenetzes sollte das „Know – How“ unserer niederländischen Nachbarn sowie der örtlichen Initiative besser eingebunden werden, um im Rahmen einer Gesamtkonzeption zu bürgernahen, kostengünstigen und ungefährlichen Lösungen zu kommen.
  3. Trotz der u.E. verkehrberuhigenden Wirkung der Citylinie sollte der Ausbau der Ortsumgehung Kellen zügig vorangetrieben werden, um den Bürgern in Kellen schnellstens Entlastung zu bieten.
  4. Die Grünen begrüßen ausdrücklich die Pläne in Kleve zur Bereitstellung von Bestelltaxis für Jugendliche, möchten dieses System aber ausdehnen auf breitere Bevölkerungsschichten.
  5. Die Grünen fordern Zurückhaltung bei der Planung von Tiefgaragen. Außer Sicherheitsaspekten sprechen auch noch andere Gründe dagegen, wie z.B. die Unterhaltskosten, die geringe Akzeptanz in der Bevölkerung und die im Unterstadtbereich wegen des Wasserstandes hohen Erstellungskosten.