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18. Januar 2010

Grüne Ideen, schwarze Zahlen

Abgelegt unter: Veranstaltung, Archiv

Kreis Kleve. Grün dominierte gestern im Klever Museum Kurhaus. Und das nicht nur mit Alex Katz großformatigem Wald-Bild „10:30 AM”, zu dem zahlreiche Besucher schauten. Nein, die Grünen luden wie in den letzten drei Jahren erneut zu ihrem Neujahrsempfang.

Erfolgsgeschichte

Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinswelt und Institutionen waren der Einladung in das alt ehrwürdige Gebäude gefolgt. Unter ihnen Fritz Kuhn, heutiger stellvertretender Grünen-Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Mitbegründer seiner Partei vor 30 Jahren. Nicht weit entfernt vom „zukünftigen” Beuys-Atelier ließ er die drei Jahrzehnte Revue passieren, erinnerte sich, dass er beim Gründungsparteitag der Grünen am 13. Januar 1980 „'ne halbe Stunde neben Joseph Beuys sitzen durfte”. Fritz Kuhn unterstrich, dass seine Partei im Laufe der Jahre eine Erfolgsgeschichte „hingelegt” habe, räumte zugleich aber auch den ein oder anderen Fehler ein, verteilte Schelte an diejenigen, die die Regierungsverantwortung inne haben.
Mehr Einsatz für Klimaschutz gefordert

Schwarze Zahlen

Trotz Finanznot und Wirtschaftskrise gelte es die Bereiche Bildung und Kultur hoch zu fahren. Und den Solidaritätszuschlag für diese Bereiche einzusetzen. Zugleich forderte der Bundespolitiker die Kommunen auf, sich mehr für den Klimaschutz stark zu machen. Grünen-Kreissprecherin Anne Peters setzte noch einen drauf: „Wir werden der CDU auch noch beibringen, dass Klimaschutz eine kommunale Aufgabe ist.”  Dazu passt auch Fritz Kuhns Aussage: „Du kannst mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben.”

Motor der Entwicklung

Apropos: schwarz. Bürgermeister Theo Brauer zog eine positive Bilanz der Klever schwarz-grünen Ehe. „Das ist ein sehr großes Erfolgsmodell, abhängig nicht nur von der Partei, sondern von Personen”, lobte er. Voll des Lobes über die Entwicklung ihrer Partei im Laufe des Superwahljahres 2009 äußerte sich Anne Peters. Mit 46 Mandatsträgern im Kreis Kleve und in einigen Kommunen einem Ergebnis über zehn Prozent, sei man gut aufgestellt. In vielen Landesteilen liege man damit vor der FDP. Für den zweiten Grünen-Sprecher Michael Bay steht fest: „Wir sind der Motor der Entwicklung und der Sand im Getriebe für  Fehlentwicklungen.”


NRZ Kleve, 18.01.2010, Dirk Kraayvanger


Fotoimpressionen zum Neujahrsempfang finden sie hier