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8. Dezember 2011

Einstimmig: Schulausschuss empfiehlt neue Schulgründungen

"Friede, Freude, Schulgründungen" beschrieb die NRZ den Empfehlungsbeschluss an den Rat, der die Schullandschaft in Kleve verändern wird. Die Hauptschulen werden geschlossen, es gibt eine neue Gesamtschule und eine neue Sekundarschule...

Tagung des Schulausschusses im Rathaus Kleve. Foto: Roy Glisson

Einstimmig! Friede und Freude im Klever Schulausschuss. Zum Schuljahr 2012/13 werden sechs Parallelklassen einer Gesamtschule im Gebäude der Ganztagsrealschule Hoffmannallee (Oberstufe Johanna-Sebus-Gymnasium) und mindestens fünf Züge einer Sekundarschule erstmal vorläufig im Johanna-Sebus-Gymnasium an den Start gehen.

Raumfrage offen. Beide sind integriert und inklusiv geplant (gemeinsames Lernen, auch für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf), beide als gebundener Ganztag. Die Sekundarschule soll „möglichst in Zusammenarbeit mit den beiden Nachbarkommunen“ laufen, wünschen die Klever.
Keine neuen Anmeldungen zum neuen Schuljahr nehmen die Ganztags-Realschule Hoffmannallee sowie die Konrad-Adenauer-Hauptschule und die Wilhelm-Frede-Hauptschule an. Die Kisters-Realschule bleibt vierzügig, beide Gymnasien zusammen sechszügig. So fasste Ausschussvorsitzender Udo Jansen (CDU) den Beschluss zusammen.

„Es mag einige verwundern, dass die CDU so denkt“, sagte CDU-Fraktionsvize Jörg Cosar. „Wir waren nicht gegen die Elterninitiative, aber der Auffassung, dass eine Gesamtschule nicht ins Klever Schulsystem passt.“ Auch bisher hätten die Kinder ihre passenden Schulabschlüsse bekommen. Es sei nicht gelungen, „Eltern die Qualität der Hauptschule begreifbar zu machen“. Der Landes-Schulkonsens habe Schulalternativen aufgewertet. Die „Wirklichkeit“ der Anmeldungen „wird uns im Februar ereilen.“

Alexander Franz (SPD) ergänzte, längeres gemeinsames Lernen stünde der Kreisstadt „gut an“. Er lobte, dass alle Beteiligten zwei Jahre durchgehalten haben.

Michael Bay (Grüne) dankte Fraktionskollegen und Schulverwaltungsamtsleiterin Annette Wier „für Ruhe und Gelassenheit“, den Eltern, Lehrerkollegien und der Bezirksregierung. „Wir haben gute Laune heute“. Kleve dürfe die Schullandschaft selbst ändern, vielseitig, auch mit G-9-Abitur. „Die Arbeit beginnt erst“, baulich und mit pädagogischen Konzepten. Eine Steuerungsgruppe mit Beteiligten aus dem Kreis Kleve und Düsseldorf werde tätig. Bay forderte Inklusion überall: Es soll „keine Schulform mehr Kinder ‘abschulen’ können, auch Gymnasium und Realschule nicht. Es soll keine Kinder geben, die man idiotischerweise Schulversager nennt. Schulversager können nur die Schulen selbst sein“.

Kämmerer Willibrord Haas freute sich über „positive Signale“, dass sich Bedburg-Hau finanziell beteilige. Daran, dass Haas die Folgekosten für Kleve errechne, lasse er sich „nicht von Politikern oder Bürgermeistern anderer Gemeinden hindern“, zielte er in Richtung Kranenburg.

Bürgermeister Theo Brauer erinnerte an den „steinigen Weg, Unterstellungen, Verwerfungen“, und dass man „diszipliniert, zurückhaltend, kontrolliert“ und gründlich Geschlossenheit erreicht habe. „Es ist kein Königsweg“, er erwarte weitere Entwicklungen, doch: „Jeder, der mich wirklich kennt, weiß, dass ich die Lösung sehr gut finde“. Josef Berg von der Elterninitiative schüttelte Brauer nach der Sitzung dankend die Hand. Berg zur NRZ: „Wer hätte gedacht, dass es so kommt? Wir sind ein bisschen stolz“.

Astrid Hoyer-Holderberg, NRZ vom 09.12.2011