Grüner Neujahrsempfang 2017

Grüne wollen stark ins Wahl-Jahr gehen  Kreis Kleve.
Bruno Jöbkes vom Kreisvorstand
versprach auf dem Neujahrsempfang von Bündnis
90/Die Grünen, dass seine Partei sich einbringen
werde. Zu Gast war in Kleve die stellvertretende
NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann. Von Sabrina Peters, Rheinische PostFoto: Gottfried Evers
Das „Super-Wahl-Jahr“ 2017 hat begonnen. In den 365 Tagen des neuen
Jahres stehen gleich drei bedeutende Wahlen auf dem Programm: Die
des Bundespräsidenten sowie die Landtagswahl in Nordrhein-
Westfalen im Mai und die Bundestagswahl im September. Besonders
auf die beiden letztgenannten Abstimmungen blickte der Klever
Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen beim traditionellen
Neujahrsempfang im schwanenstädtischen Museum Kurhaus voraus.
„Wir wollen einen guten und erfolgreichen Wahlkampf führen“, sagte
Bruno Jöbkes vom Klever Kreisvorstand der Grünen.
Er selbst hofft als Bundestagskandidat der Kreis Klever Grünen dabei
auf einen Platz in Berlin. „Wir werden uns einbringen und stark sein“,
versprach Jöbkes gestern und zählte dabei auch auf die „gute
Unterstützung der Ortsverbände“. Diese sei nicht nur im Wahlkampf
wichtig, sondern auch allgemein bedeutend, um in schweren Zeiten
noch Menschen für politische Ämter vor allem auf ehrenamtlicher und
kommunaler Ebene gewinnen zu können. Diesen Aspekt griff auch
Birgitt Höhn, ebenfalls vom Kreisvorstand der Grünen, in ihrer
Ansprache auf.
In einer immer schneller werdenden Welt seien mittlerweile
hauptsächlich die sozialen Netzwerke im Internet ein Problem
geworden. „Der Ton ist mittlerweile rauer. Es schleichen sich immer
schneller Misstöne ein. Die sozialen Netzwerke sind dabei manchmal
Dreckschleudern und Multiplikatoren von Hassbotschaften, in denen
auch bewusste Falschmeldungen verbreitet werden“, meinte Höhn. Sie
warb daher ebenso wie Jöbkes und Gastrednerin Sylvia Löhrmann,
stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
sowie Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes, dafür, dass
Politiker auch in schweren Zeiten keine verfrühten Aussagen tätigen.Aus Sicht des Kreises Kleve konnte Höhn aber auch Erfreuliches
mitteilen. „Unser Kreisvorstand ist wieder mal gewachsen“, sagte sie
und benannte gleichfalls ein Wort, für das sie, aber auch ihr Bündnis
stehe: „Nachhaltigkeit.“ Sie wolle Politik machen für „die Generation,
die heute noch gar nicht auf der Welt ist“. Dazu zähle zum einen
Chancengleichheit auf allen Ebenen, „auch wenn wir in einer
ungerechten Welt leben. Aber Ungerechtigkeit ist nicht alternativlos“,
so Höhn. Zum anderen machte sie sich aber auch für erneuerbare
Energien und eine umweltbewusste Lebensweise stark, die etwa in
Kleve mit dem Beginn der Umsetzung zu einer fahrradfreundlichen
Stadt begonnen habe.
Stolz auf diesen Anfang zeigte sich Klaus-Werner Hütz,
stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kleve und Grünen-Politiker.
Er vertrat die erst kürzlich mit dem Stadtverband der Grünen im Clinch
liegende Bürgermeisterin der Stadt Kleve, Sonja Northing, die offiziell
gestern verhindert war. Hütz machte sich in seiner Rede unter anderem
dafür stark, das Radverkehrskonzept der Stadt Kleve fortzuführen und
dazu weitere Maßnahmen, wie etwa die Einführung einer stadtweiten
Tempo-30-Zone, zu ergreifen.
Die stellvertretende NRW-Ministerin Sylvia Löhrmann forderte in ihrer
gestrigen Gastrede weiter den bundesweiten Kohleausstieg an.
Außerdem solle die Schulentwicklung weiter vorangebracht werden.
„Die Schule soll sich nach den Kindern entwickeln. Es sollen keine
Kinder einfach in eine Schul-Schublade gepackt werden“, meinte
Löhrmann, die eine individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes in
den Mittelpunkt ihrer Sichtweise stellte. Dazu gehöre auch, dass Kinder
selbst entscheiden dürfen, ob sie ihr Abitur nach acht oder neun
gymnasialen Jahren absolvieren möchten.Quelle: RP

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