Fracking im Grenzgebiet? Mustereinwendung der Grünen nutzen!

 

Die Niederlande planen, unmittelbar an der Grenze zum Kreis Kleve nach Schiefergas zu suchen. Die Grünen befürchten bei der Nutztung von Fracking-Methoden negative Auswirkungen auf das Trinkwasser auch in Kreis Kleve. In einem Schreiben an den Landrat wird dieser aufgefordert, die Interessen des Kreises Kleve zu wahren.

Beispiel für eine geplante Bohranlage im Grenzgebiet zum Kreis Kleve (Abb. aus der Schiefergas-Konzept des niederländischen Wirtschaftsministeriums – Download siehe unten)

Richten sie Ihren Protest an die Niederlande!

Die niederländische Regierung überlegt im Rahmen der sog. „Strukturvision Schiefergas“ die unkonventionelle Gewinnung von Schiefergas – also FRACKING – zur Energieversorgung zu prüfen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ist auch die deutsche Seite gefragt, weil nunmal in Venlo, Arcen, Gennep usw. chemikalienbelastetes Grundwasser vor der Grenze nicht halt macht. Hier können wir uns alle beteiligen und Einwendungen einreichen. Eine Mustereinwendung findet sich unten.

Grüne im Kreistag Kleve: Landrat soll aktiv werden

Die Grünen im Kreistag haben am 28.05. den Landrat aufgefordert, sich im Interesse des Kreises Kleve an dem öffentlichen Verfahren zur „Strukturvision Schiefergras“ zu beteiligen und eine Einwendung dagegen einzureichen.

Der Kreistag soll am 3. Juli beschließen, dass der Landrat eine Stellungnahme des Kreistages an die niederländische Regierung übermittelt und diese bittet, auf das Fracking-Verfahren im Grenzgebiet zu verzichten. Der Kreistag soll ferner bekräftigen, dass er erhebliche Bedenken  gegen die Aufsuchung und den Gewinn von Erdgas mit Hilfe des Fracking-Verfahrens hat (siehe Anlage unten).

Weiterführende Infos als Download

Mögliche Schiefergasvorkommen in den Niederlanden (Abb. aus der „Strukturvision Schiefergas“)

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Auch in den Niederlanden regt sich Widerstand gegen die geplanten Probebohrungen, wie uns unser Europaabgeordneter Sven Giegold (bekannt von ATTAC) mitteilt.

Europaabgeordnete aus den Niederlanden und Deutschland:
Nein zu Fracking in der Grenzregion

Der niederländische Wirtschaftsminister Kamp hat seine Vorstellungen veröffentlicht, dass in den Niederlanden Schiefergas durch Fracking gewonnen werden könnte. Er hat dabei mehrere Regionen im ganzen Land genannt, in denen er Probebohrungen durchführen lassen möchte, darunter auch die Grenzregionen zu Belgien und Deutschland. Obwohl sich die niederländische Regierung offiziell bisher weder für noch gegen Fracking ausgesprochen hat, scheint es, als würde Minister Kamp immer noch an diese verantwortungslose Art der Energiegewinnung glauben.

Bereits 150 Kommunen in NL gegen Fracking

Die niederländischen Grünen (Groenlinks) haben den Protest gegen die Frackingtechnologie angeführt, und bereits über 150 niederländische Kommunen und 8 Provinzen haben erklärt, dass sie kein Fracking in ihrerm Gebiet wollen.

Europäisches Energienetz

Bas Eickhout, niederländischer Europaabgeordneter (Groenlinks) erklärt dazu: „Es ist eine Schande, dass die Niederlande sich immer noch auf Fracking konzentrieren. Wir sind am unteren Ende in allen Ranglisten über Erneuerbare Energien, und jetzt zeigen die Niederlande erneut ihr fossiles Gesicht beim Fracking. Kamp behauptet, das alles würde für den niederländischen Energiemix gebraucht, aber was wir stattdessen tatsächlich brauchen ist eine Europäische Energieunion. Wenn Europa endlich ein Europäisches Energienetz bauen würde, an das alle Erneuerbaren Energieträger angeschlossen wären, bräuchte niemand mehr die Menschen vor Ort mit der gefährlichen Frackingtechnologie zu bedrohen.“

Gefährlicher Irrweg

Sven Giegold, Grüner Europaabgeordneter aus NRW, ergänzt: „Trinkwasserverschmutzung und die anderen gefährlichen Umweltkonsequenzen des Frackings machen nicht an Grenzen halt. Während in NRW der grüne Umweltminister Johannes Remmel deswegen alle weiteren Probebohrungen für Fracking in seinem Bundesland untersagt hat, sind die Menschen in der Grenzregion jetzt wegen der niederländischen Entwicklung in großer Sorge. Wir Grünen auf beiden Seite der Grenze stehen dabei gemeinsam an der Seite der örtlichen Bürgerinitiativen und unterstützen ihren Kampf gegen diesen gefährlichen Irrweg.“

Sven Giegold, MdEP

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