Minoritenplatz, Wahlkampf und mehr

Neue Grünen-Führung hat sich viel vorgenommen. Der Minoritenplatz, Begrenzung der Plakatierung, Einbindung der Bürger stehen auf der Tagesordnung.

Kleve. Die Klever Grünen wollen ein eigenes Konzept für die mögliche Bebauung des Minoritenplatzes entwickeln und holen sich dafür professionellen Rat: Eine Architektin des renommierten Kölner Architekturbüros „Ortner und Ortner“ wird mit dem Label „www.Dreihausfrauen.de“ Ende Januar/Anfang Februar einen Vorschlag für die künftige Bebauung vorstellen. „Dass der Minoritenplatz bebaut werden soll, ist im Prinzip Konsens. Wir wollen einen innovativen Vorschlag in die Diskussion bringen, der zur konstruktiven Auseinandersetzung einladen soll“, sagen die neuen Vorsitzenden der Grünen Gudrun Hütten und Paula Backhaus.

 

rechts: Defne Saylan vom Architekturbüro „Ortner und Ortner“

Die Veranstaltung ist nur ein Baustein in einem umfangreichen Programm, das die neue Grünen-Führung erarbeitet hat. Los geht es bereits am 15. Januar mit einer Veranstaltung im Café „Deja Vu“ am Opschlag. Um 19 Uhr wollen Die Grünen Vertretern der anderen Parteien einen Vorschlag zur Kommunalwahl unterbreiten. Es handelt sich um das sogenannte „Nimweger Modell“, bei dem das ausufernde Plakatieren im ganzen Stadtgebiet aufgegeben wird, zu Gunsten mehrerer Plakatwände, die ausschließlich für die Parteienwerbung zur Verfügung stehen. Gudrun Hütten: „Im Bundestagswahlkampf ist es teilweise zu absurden Situationen gekommen: Es gab Straßen, da hingen auf 300 Metern 50 Wahlplakate. Das ist nicht gerade eine Verschönerung des Stadtbildes. Wir hoffen, dass wir im Sinne der Bürger und des Erscheinungsbildes unserer Stadt einen Kompromiss mit allen Parteien finden können, um Plakatierungsexzesse zukünftig zu vermeiden.“

Die neue Grünen-Führung möchte auch Initiativen von Bürgern aktiv in die eigene Politik einbinden. Dazu gehört natürlich die Denkpause, deren Meinung die Grünen auch in der weiteren Diskussion um den Minoritenplatz hören möchten. Aber auch mit anderen Initiativen vor Ort, besonders auch solchen, in denen sich jugendliches und generationsübergreifendes Engagement äußert, soll in Dialog getreten werden. So gibt es ab sofort einen eigenen Facebook-Auftritt für den Ortsverband Kleve . Auch wird die eigene Internetseite zur Zeit grundlegend überarbeitet. Die Aufgaben übernimmt das ebenfalls frisch gewählte Vorstandsmitglied Cedric Instenberg.

„Es ist ein großes Glück für eine Stadt, wenn sie aktive Bürger hat, die sich einbringen“, erklärt Paula Backhaus. „Wir wollen auch dem politischen Engagement nicht nur jugendlicher Mitbürger eine Plattform bieten, damit die Bürger sehen, dass man auch etwas bewegen kann, wenn man sich einbringt.“

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