Grüne Löhrmann zur NRW-Wahl: „Schwarz-Grün steht nicht zur Debatte“

Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann eröffnete den Wahlkampf im Kreis Kleve. Weitere Spitzenpolitiker folgen

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann, in Kleve – Fotos: Thomas Velten

Sylvia Löhrmann eröffnet NRW-Wahlkampf in Kleve

Für Sylvia Löhr­mann ist Kleves schwarz-grü­ne Koalition im Rathaus keine Alternative auf Landesebene. Das machte sie am Freitag­abend beim Auftakt der hei­ßen Phase im Landtagswahl­kampf vor 50 „grünen“ Freun­dinnen und Freunden in der Klever Villa Nova deutlich. „Das steht nicht zur Debatte. Wir haben in den letzten 20 Monaten gut mit der SPD zu­sammengearbeitet“, erklärte die stellvertretende Minister­präsidentin im NRZ-Gespräch: Nicht ohne daraufhin­zuweisen, dass dies mit der Art zusammenhänge, wie sich die CDU aufstelle.

Susanne Siebert und Bernd Bianchi: Grün geht weiter!

Mit ihrem Besuch in der Kreisstadt gab sie den beiden Grünen-Kandidaten Susanne Siebert und Bernd Bianchi die nötige Unterstützung. Mit klei­ner grüner Sonnenblume am grünen Revers und einem de­zenten Sonnenblumen-Ring will’s Susanne Siebert erneut wissen – und tritt, wie vor zwei Jahren, um ein Landtagsman­dat im nördlichen Kreisgebiet an. „Das tue ich mir nochmals an – und mit noch mehr Elan“, erklärte die Diplom-Pädago­gin in Anlehnung an das aktueile Motto „Grün geht weiter“. Ihr ist klar, dass es kein einfa­cher Wahlkampf wird: „Er ist noch lange nicht gewonnen“, so die Vorsitzende des Klever Sozialausschusses. Die Pira­ten-Partei sei eine neue Kraft, der man sich stellen müsse. Dagegen vermisst Sieberts Pendant im südlichen Kreisge­biet, Bernd Bianchi, die Inhaleile Motto „Grün geht weiter“. Ihr ist klar, dass es kein einfa­cher Wahlkampf wird: „Er ist noch lange nicht gewonnen“, so die Vorsitzende des Klever Sozialausschusses. Die Pira­ten-Partei sei eine neue Kraft, der man sich stellen müsse. Dagegen vermisst Sieberts Pendant im südlichen Kreisge­biet, Bernd Bianchi, die Inhalte der Piraten-Arbeit. Die Grü­nen seien damals mit so wich­tigen Themen wie Friedens­und Atompolitik gestartet. Der Polizist weiß, was ihn aus­zeichnet und das Kreuzchen hinter seinem Namen rechtfer­tigt: „Ich kann auf Menschen zugehen – und das vom Bür­germeister bis zum Stadtstrei­cher“, so der Gelderner.

Löhrmann: Komunen leiden unter Soziallasten

Natürlich standen im Laufe des Abends auch die „3 grünen Ks“, Kinder, Klima und Kom­mune, immer wieder im Fo­kus. Selbstbewusst und ge­schlossen ginge man in Rich­tung Landtagswahl,. hieß es von Sylvia Löhrmann. Bei den Kitas müsste etwa die Qualität weiter verbessert, die kleinen Grundschulen erhalten und die Kommunen gestärkt wer­den. Letzteres, so die Spitzen­kandidatin, sei keine leichte Aufgabe. Das wurde auch bei der anschließenden Diskus­sion deutlich. Die Befürchtun­gen, dass Kommunen im Kreis in ein Haushaltssicherungs­konzept kommen könnten, wäre Schuld der CDU-FDP-Vorgängerregierung. „Sie ha­ben versäumt, den Soziallastenansatz anzupassen. Wir ha­ben zwar die Härte etwas ge­mildert, aber die Probleme bleiben.“ Bei den Schulen setzt Löhrmann auf umfang­reiche Fortbildungsmaßnah­men. „Und das nicht nur für Einzelne, sondern für gesamte Kollegien.“ Ebenfalls ging es um die Krankenhaus- und Hausarzt-Situation im Kreis. „Man muss dafür werben, dass die Regionen attraktiv sind“, gab sie den Politikern mit auf den Weg.

Grüne Spitzenpolitiker folgen

Sylvia Löhrmann machte sich auf den Weg in Richtung Kreis Kleve. Jede Menge Grü­nen-Spitzenpolitiker folgen in den nächsten Wochen. Um­weltminister Remmel besucht am Mittwoch Straelen, Ge­sundheitsministerin Steffens ist am 6. Mai in Goch und Grü­nen-Chefin Claudia Roth kommt am 9. Mai nach Kleve.

Dirk Kraayvanger, NRZ Kleve 16.04.2012

Weitere Fotoimpressionen von Thomas Velten:


Verwandte Artikel